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Innovativer Therapiepfad: Migräne-Wirkstoffe zeigen Potenzial bei Endometriose-Schmerzen

Veröffentlicht am

Foto: Endopaedia

Eine neue Studie von Forschenden des Boston Children's Hospital und der Harvard Medical School bringt Hoffnung für Endometriose-Betroffene: Migränemedikamente, die bereits von der US-Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassen sind, könnten nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch die Endometrioseherde verkleinern.

Die Studie, veröffentlicht in Science Translational Medicine, zeigt, dass bestimmte Migränewirkstoffe (Fremanezumab, Galcanezumab, Rimegepant und Ubrogepant) im Mausmodell Entzündungsprozesse durch eine gezielte Beeinflussung von Schmerzsensoren (Nocizeptoren) und Immunzellen (insbesondere Makrophagen) reduzieren können.

Der Wirkmechanismus

Diese Medikamente blockieren das Molekül CGRP bzw. dessen Rezeptor RAMP1, das eine zentrale Rolle in der Schmerzvermittlung und Aufrechterhaltung der Entzündung spielt.

Im Vergleich dazu zeigte Ibuprofen – ein gängiges Schmerzmittel bei Endometriose – lediglich eine begrenzte Wirkung. Die neuen Wirkstoffe könnten hingegen sowohl spontane als auch mechanisch ausgelöste Schmerzen reduzieren und gleichzeitig das Fortschreiten der Läsionen bremsen.

Ausblick

Sollten sich diese Ergebnisse in klinischen Studien bestätigen, wäre dies der erste neue Therapieansatz gegen Endometriose seit Jahrzehnten.

Link zum englischen Originalartikel

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