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Rückblick auf das Jahr 2025: Bedeutende Fortschritte in der Endometriose-Innovation

Veröffentlicht am

Foto: Endopaedia

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, und während wir alle darum kämpfen, in der hektischen Weihnachtszeit ein paar ruhige Momente zu finden, blicke ich zunehmend ermutigt auf den aktuellen Stand der Endometriose-Forschung – und auf die Richtung, in die sie sich künftig entwickelt.

Ein kleines Zeichen für diesen Fortschritt, an dem ich direkt beteiligt bin: Das EndoEther-Verzeichnis umfasst mittlerweile 53 Akteure aus den Bereichen Diagnostik, Therapie, Plattformen und Gesundheitsversorgung.

Was ursprünglich als Versuchprojekt begann, um diese fragmentierte Forschungslandschaft kohärenter erscheinen und gleichzeitig sichtbarer zu machen, spiegelt zunehmend eine echte Dynamik und echtes Wachstum wider: mehr Aktivität, mehr Vielfalt bei den Ansätzen und mehr Ernsthaftigkeit bei der Lösung lange vernachlässigter Probleme der Frauengesundheit.

Bemerkenswerte Fortschritte im Bereich der Innovation

Diagnostik entwickelte sich weiter, weg vom Denken in einzelnen Modalitäten. Ansätze, die sich auf die Analysen von Speichel oder Menstruationsblut stützen, sowie andere nicht-invasive Methoden, entwickeln sich derzeit weg von eher "konzeptionellen Gedankenspielen" hin zu klinisch und kommerziell glaubwürdigen Unterfangen. Unternehmen wie Ziwig, NextGen Jane, Diamens und andere tragen dazu bei, neu zu definieren, wie und wann Endometriose erkannt und diagnostiziert werden kann.

Ein positiver Wandel: die vermehrte strategische Einbeziehung von longitudinalen Symptomverfolgungen durch Patientinnen in ein größeres Informationsnetzwerk und die darauffolgenden Analysen. Eine lange überfällige, aber vielversprechende Integration von Lebenserfahrungen und Metadaten in den großen biologischen Datenpool, der auf klinische Ergebnisse abzielt.

Plattformlösungen (z. B. endogene.bio, Metri Bio) konzentrieren sich zunehmend auf den Aufbau hochaufgelöster biologischer und molekularer Datensätze rund um Endometriose – durch Integration von Omics, Phänotypisierung und klinischen Metadaten, um Krankheitssubtypen und die Variabilität der Erkrankung besser charakterisieren zu können. Anstatt Endometriose als eine einzige Einheit zu behandeln, erkennen diese Ansätze ihre Heterogenität an und legen den Grundstein für präzisere Diagnosen, Stratifizierungen und letztlich gezieltere Interventionen.

KI-gestützte Bildgebungs-/Ultraschallsoftware (z. B. XenaDx, Scanvio, EndoCure) ist ein weiterer Bereich, in dem bedeutende Fortschritte erzielt werden. Verbesserte Mustererkennungs- und Entscheidungshilfetools beginnen, die Abhängigkeit vom Bediener zu verringern – ein wichtiger Schritt für eine frühzeitigere und unvoreingenommene Diagnose in einem Bereich, in dem die Erkennung von Läsionen lange Zeit durch unzureichend ausgebaute fachliche Schulungen und eine teilweise durch systemische klinische Verzerrungen beeinflusste Symptominterpretation geprägt war.

Mehr Kapital für Frauengesundheit

Ein weiteres wichtiges Signal: Endlich fließt mehr Kapital in Innovationen im Bereich der Frauengesundheit und Endometriose. Dabei handelt es sich nicht nur um Schlagzeilen machende Finanzierungsrunden, sondern um eine wachsende Zahl von Zuschüssen, Frühphaseninvestitionen und translationalen Fördermaßnahmen, die das Risiko mutiger Ideen verringern und Teams dabei unterstützen, ihre Forschung näher an die Patientinnen zu bringen.

Ich bin vorsichtig optimistisch, dass dieser Wandel nicht nur innovativen GründerInnen den dringend benötigten Schub gibt, sondern auch im Nachhinein die Korrektur einiger falscher Schlussfolgerungen und voreingenommener Studien aus der Vergangenheit ermöglicht.

Ausblick

Das Jahr 2025 hat gezeigt, dass Fortschritte bei der Behandlung und Erkennung von Endometriose nicht durch einen einzigen Durchbruch erzielt werden, sondern durch nachhaltige, interdisziplinäre, gezielte und gebündelte Anstrengungen von allen Seiten.

Mögen sich die einzelnen Teile und Player weiterhin zusammenfügen, damit wir uns auf das Jahr 2026 freuen und erste klinische Durchbrüche feiern können.

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